11 Fragen – 11 Antworten: Ich mache mit beim „Liebster Award“!

Lyma von den Winkeljournalisten hat mich für den „Liebster Award“ nominiert – vielen lieben Dank dafür! ❤ Ich hab mich gleich daran gemacht, ihre 11 spannenden Fragen zu beantworten. Warum ich eigentlich mit dem Bloggen angefangen habe, welche Reise mich am nachhaltigsten beeindruckt hat und was mein bisher lustigstes Mitbringsel war, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

Vorab: Was ist eigentlich der „Liebster Award“?

Wenn ihr gerade nur Bahnhof verstanden habt, erkläre ich euch hier kurz, worum es hier eigentlich geht:

Der „Liebster Award“ ist ein Projekt, das Blogger untereinander vernetzen soll. Wer für den Award nominiert wurde, darf 11 Fragen beantworten und anschließend selbst 11 Blogs nominieren, denen man wiederum 11 Fragen stellen darf.

Ziel des „Liebster Awards“ ist es, die Bekanntheit kleinerer Blogs (unter 1000 Follower) zu erhöhen. Und zugleich erfahren die Leser durch die 11 Antworten auch mehr über die Person, die da schreibt…

„Liebster Award“ – Meine Antworten auf Lymas 11 Fragen:

1) Was sind deine Gründe, warum du mit dem Bloggen angefangen hast?

Da muss ich ein bisschen weiter ausholen.

Meine ersten Blog-Projekte – 2006 bis 2012:

Gebloggt habe ich zum ersten Mal 2006, als ich nach dem Abitur für 2 Monate nach Südafrika gereist bin. EIn Redakteur meiner Heimatzeitung hatte mich überredet, über meine Zeit als Volunteer in einem Township-Kindergarten zu bloggen. Auszüge aus meinem „Online-Tagebuch“ wurden wöchentlich auf der Jugendseite der Zeitung veröffentlicht.

2009 bloggte ich ab und zu auf Englisch auf dem Gemeinschaftsblog meiner Freundin Niki aus Hong Kong; leider existiert The Sketch heute nicht mehr.

Auch während meiner Aufenthalte in Australien (Work& Travel 2010-2011) und Buenos Aires (Auslandssemester 2012) habe ich Blogs geführt. Mein Australien-Blog war in erster Linie für Familie und Freunde gedacht, die ich so über meine Erlebnisse auf dem Laufenden hielt. Hinter meinem Blog aus Buenos Aires stand dann aber auch ein journalistischer Anspruch – ich wollte interessierten Lesern auch das Leben und den Alltag in der 13-Millionen-Metropole näherbringen.

Mein heutiger Blog Worte und Orte

Das Bloggen hat mir immer Spaß gemacht, auch wenn ich es keineswegs „professionell“ betrieben habe. Ehrlichgesagt hatte ich wenig Ahnung, wie Bloggen eigentlich funktioniert und habe nur aus „Spaß an der Freude“ über meine Auslandserfahrungen berichtet.

Doch seit ich aus Buenos Aires zurück war, trug ich mich mit dem Gedanken, endlich einmal ein dauerhaftes Blog-Projekt einzurichten. Vor genau einem Jahr war es dann soweit: Ich meldete mich bei WordPress an und überlegte mir den Blog-Namen „Worte und Orte“.

Meine Gründe, warum ich angefangen habe, auf Worte und Orte zu bloggen, waren:

  • mein Spaß an früheren Blogprojekten,
  • meine Freude am Schreiben,
  • mein Wunsch, mich regelmäßig und intensiv mit meinen Lieblingsthemen – Literatur und Reisen – auseinanderzusetzen
  • und meine Hoffnung, dass ich meine Freude am Er-lesen und Er-kunden der Welt mit ein paar interessierten Leser teilen kann.

Die kommenden 10 Fragen versuche ich etwas weniger ausufernd zu beantworten… 😉

2) Welche Reise beeinflusst dich heute immer noch und warum?

Alle meine größeren Reisen und Auslandsaufenthalte wirken bis heute nach. Südafrika hat mich stark beeinflusst, weil ich dorthin zum ersten Mal ganz allein (ohne Familie, ohne Freunde) gereist bin und die Natur, die Menschen und die Lebensweise so komplett anders waren als alles, was ich bis dahin kannte. Das Leben im Township Kayamandi bei Stellenbosch, wo Armut, HIV, Arbeitslosigkeit und zugleich ungemeine Lebensfreude und Freundlichkeit nebeneinander existierten, hat mich sehr geprägt. Ich versuche seitdem mir immer wieder vor Augen zu halten, wie gut wir eigentlich in Deutschland leben und wieviele Chancen und Freiheiten wir haben.

3) Hast du ein Land schon mehr als 3 mal bereist?

Na klar! In einigen europäischen Ländern war ich schon weit mehr als 3 Mal, als Kind im Familienurlaub oder später mit Freunden/ meiner Schwester. Zu diesen Ländern gehören: Italien, Österreich, Schweiz, Frankreich, Tschechien und Großbritannien.

4) Ist für dich der Weg das Ziel? Warum/ warum nicht?

Ja! Der Weg ist das Ziel für mich, weil es doch gerade links und rechts vom Weg so viel zu entdecken gibt. Neue Menschen, neue Orte, neue Impulse begegnen einem auf einer Reise, vor allem, wenn man sie gemächlich angeht und nicht alles plant. Wenn man nur zum Ziel durchhetzt, übersieht man leicht die besten Dinge. Egal ob auf einer Urlaubsreise oder auf der Lebensreise 😉

5) Auf was bist du richtig stolz?

Meine Talente. Meine Erfolge, groß und klein. Meine Familie. Meine Freunde.

6) Was war der Moment auf Reisen, in dem du am meisten über dich selbst gelernt hast?

Hm, schwierig zu sagen. Ich denke, auf meinen Reisen gab es immer wieder Momente, in denen ich sehr viel über mich gelernt habe. Auf jeden Fall haben mich meine verschiedenen Auslandserfahrung nachhaltig geprägt, denn fern von Familie, Freunden und der vertrauten Umgebung ist man oft viel stärker auf sich gestellt als im Alltag zuhause. Beispielsweise habe ich auf Reisen gelernt, wie es ist mich (kurzzeitig) ganz allein zu fühlen, vielleicht sogar einsam – aber zum Glück sind solche Momente immer schnell wieder vergangen. Das Tolle am Reisen als Backpacker ist ja, dass man überall sehr schnell neue Leute kennenlernt und oft auch sehr besondere, aufgeschlossene und inspirierende Menschen. Gelernt habe ich aber sicherlich, dass Heimat für mich dort ist, wo ich liebe Menschen um mich habe.

7) Was machst du gegen akutes Fernweh?

Meinen nächsten Urlaub planen 😀 (Es muss ja nicht immer in die weite Ferne gehen, Hauptsache ein kleiner Tapetenwechsel steht von Zeit zu Zeit an!)

8) Könntest du nur noch 5 Länder für den Rest deines Lebens bereisen, welche wären das?

  • England – ich war zwar schon oft in GB, aber da ich total anglophil bin, kann ich nicht oft genug dorthin. Cornwall, die Südküste, die Landschaft von Charlotte Bronte – all das würde ich gerne noch kennenlernen!
  • Tibet – gegen Ende meiner Schulzeit machte mich eine fasziniderende Tibet-Ausstellung im Lokschuppen Rosenheim zu einem richtigen „Tibet-Fan“. Ich recherchierte und sammelte alles, was ich über dieses eindrucksvolle, isolierte und gequälte Land und seine Menschen finden konnte. Mittlerweile beschäftige ich mich keineswegs mehr so intensiv mit Tibet, aber ich würde schon gerne einmal dorthin reisen.
  • KeniaJenseits von Afrika ist schuld! Und viele Dokumentationen, Tierfilme und Bildbände…
  • Neuseeland – von Australien aus habe ich es 2010/11 leider nicht zu den „Kiwis“ geschafft. Aber ich habe bisher nur das Beste über Land und Leute gehört und würde wahnsinnig gerne einmal selbst dort herumreisen!
  • Italienla dolce vita! Gutes Essen, gutes Wetter, guter Wein, gutgelaunte Menschen! Und landschaftlich wie kulturell sehr abwechslungsreich. Dort würde ich meine Kindheitserinnerungen an die grünen Hügel Umbriens, die kleinen Städtchen und Dörfer in der Toskana, die Ruinenstadt Pompej u.v.m. wieder wachrufen.

9) Was war dein lustigstes Mitbringsel bis jetzt?

Das schwerste war eine Trommel, die ich aus Südafrika mitgebracht habe, das kuschligste ein Plüsch-Wombat, den mir meine Schwester in den Blue Mountains bei Sydney gekauft hat, weil wir beide die dicken, schwerfälligen Wombats so süß finden.

Aber das lustigste?

Vielleicht der Foto-Kalender, den mir meine Freundin Simi an unserem letzten gemeinsamen Abend in Buenos Aires, vergangenen Februar, geschenkt hat: Ein Stammgast in unserer Lieblingskneipe macht alljährlich einen Fotokalender, auf dem er (spärliches graues Haar, untersetzt, dicker Bauch) und eine Freundin posieren: halbnackt, in wilden Kostümen, mit und ohne Perücken… Ästhetik ist was anderes 😉 Aber eine lustige Erinnerung an unsere Kneipenabende in San Telmo allemal!

10) Was war bisher deine aufregendste Reise?

Mein 7-monatiger Work&Travel-Aufenthalt auf dem Roten Kontinent war sehr spannend und prägend. Land und Leute haben es mir angetan und ich war in sehr vielen Ecken (leider nicht allen) von Oz unterwegs: Himbeeren-ernten in Victoria, WWOOFen auf Tasmanien und Westaustralien, zugfahrend im staubig-roten Nichts, feirend im wilden Goldgräber-Stätdchen Kalgoorie, staunend zu Füßen des Uluru, wandernd bei den Olgas und King’s Canyon… In Australien habe ich viele Abenteuer erlebt und denke noch immer sehr, sehr oft an meine Zeit dort zurück!

11) Hat Heimat für dich eine Flagge? Wenn ja, welche?

Ich bin eigentlich kein Flaggenmensch. Von meinem Erasmus-Jahr in Schottland habe ich mir die blauweiße Schottenflagge mitgebracht, aber keine Ahnung, in welcher Schublade die gerade verstaubt. Meine Heimat ist Deutschland und somit ist die schwarz-rot-goldene „meine“ Flagge. Auch wenn ich sie nichtmal zu Fußball-WM schwenke 😉

Meine 11 Fragen und Nominierungen

Hach, das hat Spaß gemacht!

Jetzt geht’s daran, mir ebenfalls 11 Fragen zu überlegen.

Voilà! Hier meine Fragen:

1) Seit wann gibt es deinen Blog und warum hast du damit angefangen?

2) Was war der glücklichste/aufregendste/bezauberndste Moment für dich in letzter Zeit? Und warum?

3) Hast du ein Lieblingsbild? Welches ist es und von welchem Künstler stammt es?

4) Welches Buch würdest du unbedingt jedem zum Lesen empfehlen? Und warum?

5) An welche Reise denkst du bis heute gerne zurück?

6) In welches Land willst du unbedingt einmal reisen?

7) Womit versüßt du dir den Alltag?

8) Was ist dein Tipp für ein graues, verregnetes Wochenende?

9) Welche Szene aus einem Buch oder Film würdest du gern einmal selbst erleben?

10) Welche Menschen inspirieren dich?

11) Hast du ein Lieblingszitat?

Diese Blogs nominiere ich:

Meine Sicht der Welt

Bücherstadt

Nur Lesen ist Schöner

Schöne Seiten

Lust zu Lesen

Frau E. notiert

Danares Mag

Blütenblätter

About Something

Philea’s Blog

Zeilenkino

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr Lust habt, mitzumachen! 🙂

Und das sind die Award-Regeln:

1. Beantworte die 11 Fragen.

2. Verlinke denjenigen, der dich nominiert hat.

3. Suche 11 Blogger, die unter 1000 Fans haben, und nominiere sie.

4.Überlege dir 11 neue Fragen, die du den Nominierten stellen willst.

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2 Gedanken zu “11 Fragen – 11 Antworten: Ich mache mit beim „Liebster Award“!

  1. Oh, ich sehe erst jetzt die Nominierung! Ich danke dir herzlich, aber ich habe irgendwann beschlossen, bei Stöckchen & Awards nicht mehr mitzumachen, weil es immer mehr wurde und die Fragen sich doch immer sehr einander ähnelten. So nehm‘ ich gern die Ehre an – und schweige ; ) (Hier hab ich mal dazu gebloggt, als es mir zu viel wurde: https://phileablog.wordpress.com/2014/04/12/apportieren-fur-fortgeschrittene/). Liebe Grüße
    Petra

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