Oh, wie schön ist Amsterdam! Ein begeisterter Bericht von meiner Kurzreise

Als ich vor kurzem ein paar Tage in Amsterdam verbrachte, verliebte ich mich sofort in diese schöne Stadt! Kein Wunder bei all den gutgelaunten und freundlichen Menschen, den malerischen Grachten mit ihren Booten, den schmucken Fassaden der alten Stadthäuser und den kuriosen und humorigen Enteckungen, die man an jeder zweiten Ecke machen kann…

holländischer Käse, Fahrradfahrerin, Vermeers Mädchen mit dem Perlohrring als Streetart

Stadtbummel: ohne Plan drauflos

Amsterdam hat so viel zu bieten, so viele Sehenswürdigkeiten, schöne Plätze und Museen, dass man als Tourist schnell Gefahr läuft, ein zu straffes Programm festzulegen und von A nach B zu hetzen, um auch ja alles zu schaffen. Aber einen viel besseren Eindruck von dieser lebenswerten Stadt erhält man, wenn man einfach mal planlos drauflosschlendert, dem Lauf der Grachten folgt und sich durch die Innenstadt treiben lässt.Die Altstadt, aber auch das beliebte Joordansviertel haben viele malerische Ansichten zu bieten.

haeuser-amsterdam

Und wer ein Auge fürs Detail hat, wird viele hübsche und kuriose Dinge entdecken: kreativer Blumenschmuck an einer Hausmauer, ein hübsches Fensterbildchen, hintergründige Graffitis… Mir gefiel außerordentlich gut, wie kreativ und humorvoll die Amsterdamer ihre Häuser oder Hausboote gestalten.

Goofy grüßt fröhlich aus dem Fenster und Marrakesch scheint nicht weit zu sein:

hollaendischer-witz

Gewitzte Graffitikunst gibt es in Amsterdam an vielen Stellen zu entdecken.Etwa dieses Kunstwerk im Delfter Stil, das allerhand Hollandklischees vereint:

humorvolle Graffiti-Kunst im blau-weißen Delfter Stil

Es befindet sich an einem Garagentor zwischen Albert-Cuyp-Markt und Amstel. Da lauscht Van Goghs Ohr den Gesprächen der Passanten und „Junkie“ Sponge-Bob grinst ihnen bekifft entgegen.

Die Grachten entlang

Was wäre Amsterdam ohne seine Grachten. Egal, wohin man sich treiben lässt, in Amsterdam ist man immer am Wasser. Sobald man eine Gasse durchquert hat oder um eine Ecke gebogen ist, taucht schon der nächste Kanal auf. An manchen ist es verwunschen still, im ruhigen Wasser spiegelt sich das Grün der Bäume. An anderen pulsiert das Leben: Cafés haben ihre Stühle direkt am Ufer aufgestellt, große und kleine Boote fahren vorüber, Fahrräder sausen über eine Brücke und die Anwohner stellen Stühle vor die Haustür, um in der Grachtenidylle ein Feierabendbier mit Freunden zu genießen.

Grachten in Amsterdam

Im Begijnhof

Unweit des hübschen Platzes Spui befindet sich der Begijnhof oder, zu deutsch, Beginenhof. Beginen waren im Mittelalter (und sogar bis heute!) Frauen, die weder heirateten noch in ein Kloster eintraten und sich stattdessen zu einer Lebensgemeinschaft zusammenschlossen. Der Beginenhof in Amsterdam mit seinen schmucken Häusern und gepflegten Vorgärten ist wirklich sehenswert, wenn auch von Touristengruppen etwas überlaufen.

Beginenhof in Amsterdam

Museumsbesuch: Bei den holländischen Meistern im Rijksmuseum und bei Van Gogh

Wer nur halbwegs kunstinteressiert ist, kommt um diese zwei Größen unter den holländischen Museen nicht herum: Das Rijksmuseum, gewissermaßen der Amsterdamer Louvre, beherbergt große Gemäldeschätze der holländischen Meister Rembrandt, Van Hals, Vermeer & Co. Im Van Gogh Museum erfährt man mehr über das Leben und die Kunst Vincent Van Goghs und blickt ehrfürchtig auf so berühmte Gemälde wie die „Sonnenblumen“, die „Mandelblüten“ oder das Frühwerk „Die Kartoffelesser“.

Für beide Museen sollte man am besten vorher Online-Tickets erwerben, sonst läuft man Gefahr, lange in der Schlange zu stehen.

Blumenmarkt am Singel

Vincent Van Gogh begegnet Amsterdambesuchern auch am Blumenmarkt, zumindest in Graffiti-Version.Blumenmarkt am Singel

Der Blumenmarkt am Singel ist einer der großen Touristenmagnete der Stadt, schließlich sind die Tulpen aus Amsterdam nicht erst seit dem gleichnamigen Schlager berühmt. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es den Markt. Seine Besonderheit: Die Verkaufsbuden schwimmen auf dem Wasser!

Ich hatte auf dem Blumenmarkt ehrlichgesagt mit etwas mehr Blumen gerechnet. Es gibt dort zwar auch vielerlei Schnittblumen (vor allem Tulpen!) zu kaufen, aber die BlumenZWIEBELN überwiegen ganz klar. Obwohl ich nicht gerade für meinen grünen Daumen berühmt bin, nahm ich mir auch ein paar Zwiebeln mit. Ich bin gespannt, ob sie bei mir gedeihen. 😉

Amsterdam und seine Boote

Nicht nur der Blumenmarkt findet auf dem Wasser statt, auch viele Amsterdamer halten sich gern auf oder zumindest nahe beim Wasser auf. Während an Werktagen hauptsächlich Touristenboote durch die Grachten touren, bevölkern ab Freitagnachmittag die Amsterdamer selbst mit großen und kleinen Booten die Wasserstraßen: vom  Partyschiff mit johlenden Gästen bis zu kleinen Familienbooten, in denen Eltern und Kinder eine kleine abendliche Runde drehen…

bootsfahrten

Und natürlich liegen auch viele Hausboote an den Grachten. Auf manchen haben ihre Besitzer regelrechte Gärten angelegt. Und an Deck stehen immer auch Stühle oder andere Sitzgelegenheiten bereit, um dort bei einem Feierabendbier den Sonnenuntergang oder den Blick über die Gracht zu genießen.

boote-amsterdam

Ich bin zwar eine Landratte, aber eine Nacht (oder ein paar mehr) würde ich ja schon sehr gerne mal auf einem Hausboot verbringen! Vielleicht bei meinem nächsten Amsterdambesuch.

Denn es steht eindeutig fest: Ich komme wieder!

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2 Gedanken zu “Oh, wie schön ist Amsterdam! Ein begeisterter Bericht von meiner Kurzreise

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