Rückblick auf mein Lesejahr 2016: Neuentdeckte & liebgewonnene Autoren

Liebe Leser,

wieder geht ein Jahr zuende. Weil ich überall Jahresrückblicke aller Art lese und höre, hat es mich jetzt auch gepackt und ich werde mich ein wenig auf meine Leseeindrücke 2016 zurückbesinnen.

Letztes Jahr habe ich auf meine 10 Lieblingslektüren von 2015 zurückgeblickt. Als ich mir vorhin überlegte, welche Bücher mich 2016 besonders beeindruckt haben, merkte ich, dass ich nicht einfach wieder zehn oder auch nur sieben oder fünf Bücher auflisten möchte. Nicht jedes Buch, das mich 2016 beeindruckt oder geprägt hat, ist unbedingt ein Lieblingsbuch geworden. Und meine Leserückblicksliste auf ein paar Bücher zu begrenzen, erscheint mir auch nicht mehr so sinnvoll.

Dieses Silvester möchte ich lieber kurz aufführen, welche Autoren ich 2016 für mich entdeckt habe und von denen ich noch mehr lesen möchte:

Elif Shafak

Istanbul-Ansichten und Buchcover The Bastard of Istanbul

Mit Elif Shafaks Roman Ehre begann mein Lesejahr 2016. Shafaks Sprache und Erzählweise gefielen mir so sehr, dass ich unbedingt noch weitere ihrer Bücher lesen wollte. Den Bastard von Istanbul habe ich auch bereits auf Worte und Orte besprochen. Im Regal warten jetzt noch The Architect’s Apprentice (dt. Der Architekt des Sultans) und Three Daughters of Eve (dt. Der Geruch des Paradieses), das ich zu Weihnachten bekommen habe.

Juli Zeh

Schon lange hatte ich mir vorgenommen, mal etwas von Juli Zeh zu lesen. Doch erst im Frühjahr 2016 lieh ich mir ihren Roman Nullzeit von meiner Schwester aus, nachdem eine Freundin mir davon erzählt hatte. Die Geschichte, vor allem aber Juli Zehs Sprache packten mich und ließen mich etwas später auch das frisch erschienene Unterleuten lesen.

William Boyd

Sweet Caress (dt. Die Fotografin) war das erste Werk, das ich von William Boyd las. Ich erwartete mir zunächt nicht allzu viel, war dann aber von der Lektüre total verzückt. Vor allem die erste Hälfte des Romans und die Schilderung des abwechslungsreichen Lebens der starken, mutigen Heldin Amory Clay gefiel mir außerordentlich gut. Auch Boyd werde ich in Zukunft sicher wieder lesen.

Heimito von Doderer

Zum Jahresende hin habe ich mich erstmals an Heimito von Doderer gewagt. Mehr über meine Annäherung an den österreichischen Klassiker und meine Eindrücke von seinem Roman Ein Mord den jeder begeht lest ihr in ein paar Tagen hier auf Worte und Orte.

***

Zum Jahreswechsel habe ich noch ein Gedicht von Peter Rosegger (1843-1918) für euch. Ich finde, es passt sehr gut zum Ausklang dieses oft aufwühlenden Jahres 2016 und zum Beginn eines hoffentlich etwas friedlicheren, freundlicheren Jahres 2017:

Gedicht zum Neuen Jahr

Ein bißchen mehr Friede und weniger Streit,
Ein bißchen mehr Güte und weniger Neid,
Ein bißchen mehr Liebe und weniger Haß,
Ein bißchen mehr Wahrheit – das wäre doch was!

Statt so viel Unrast ein bißchen mehr Ruh‘,
Statt immer nur Ich ein bißchen mehr Du,
Statt Angst und Hemmung ein bißchen mehr Mut
Und Kraft zum Handeln – das wäre gut!

Kein Trübsal und Dunkel, ein bißchen mehr Licht,
Kein quälend Verlangen, ein bißchen Verzicht,
Und viel mehr Blumen, solange es geht,
Nicht erst auf Gräbern – da blüh’n sie zu spät!

In diesem Sinne, meine lieben Leser und Bloggerfreunde, wünsche ich euch einen guten Rutsch und ein glückliches, friedliches Jahr 2017!

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