Welttag des Buches 2017: Zu Besuch beim Piper-Verlag

Am heutigen Welttag des Buches öffneten Verlage in ganz Deutschland ihre Pforten für alle, die einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen wollten. Ich stattete dem Piper-Verlag in München einen Besuch ab.

Aktion zum Welttag des Buches 2017

Auch der Piper-Verlag beteiligte sich am Welttag des Buches 2017 an der Aktion #verlagebesuchen.

Ein Haus voller Charme und Geschichte:  In einem Altbau in der beschaulichen Georgenstraße, unweit des Englischen Gartens, hat der Piper-Verlag seinen Sitz. Und das seit mehr als einem Jahrhundert – bereits seit 1904 ist Piper hier im Münchner Stadtteil Schwabing heimisch. Als ich das Gebäude um die Mittagszeit betrat, konnte ich gleich auf den ersten Blick erkennen, dass die Aktion #verlagebesuchen offenbar voll eingeschlagen hatte: die schmalen Gänge und kleinen Räume im Erdgeschoss waren voller Menschen, die sich um den Büchertisch scharten, die Autorenporträts an den Wänden betrachteten oder sich angeregt mit Verlagsmitarbeitern unterhielten.

Aktion #verlagebesuchen 2017 im Piper-Verlag

Ein Haus voller Bücher!

Ich kam glücklicherweise gerade noch rechtzeitig zu einer Lesung mit den drei Autoren Georg Oswald, Pierre Jarawan und Su Turhan. Der kleine Raum war bis auf den letzten Sitz- bzw. Stehplatz gefüllt, als nacheinaner jeder der Autoren einen Ausschnitt aus seinem aktuellen Buch las: Su Turhan aus seinem deutsch-türkischen Krimi „Getürkt“, einem neuen Fall von Kommissar Pascha, Pierre Jarawan aus seiner Familiengeschichte „Am Ende bleiben die Zedern“ über eine Spurensuche im Libanon und Georg M. Oswald aus seinem Roman „Alle, die du liebst“, in dem sich ein Mann mit seinem entfremdeten Sohn versöhnen möchte. Drei ganz unterschiedliche Schriftsteller mit drei ganz unterschiedlichen Romanen, die allesamt berührten und Lust aufs Weiterlesen machten.

Besonders spannend fand ich das Gespräch, das Piper-Chefin Felicitas von Lovenberg im Anschluss an die Lesung mit den Autoren führte. Alle drei erzählten auf sympathische Weise vom Entstehungsprozess ihres neuesten Werks und gaben Einblicke in ihren Schreiballtag.

Nach der Lesung streifte ich noch ein wenig herum und unterhielt mich mit einigen Verlagsmitarbeitern, die mir mehr über ihre Arbeit erzählten.

buchcover-enwtwuerfe

Faszinierend: Cover-Entwürfe im Vergleich mit dem finalen Umschlagsmotiv.

Sehr interessant fand ich es zum Beispiel, mehr über die Gestaltung der Buch-Cover zu erfahren: ein langwieriger Prozess, an dem die verschiedensten Abteilungen samt externen Grafikern beteiligt sind, bis schlussendlich das „richtige“ Umschlagmotiv für ein Buch gefunden ist. Zur Veranschaulichung waren Muster für unterschiedliche Papiersorten und Veredelungen von Buchumschlägen ausgelegt sowie aktuelle Piper-Bücher und die dazugehörigen Umschlagsentwürfe ausgestellt. Der Vergleich zeigte: Bei manchen Büchern scheint die Richtung von vornherein relativ klar zu sein, bei anderen unterscheidet sich das finale Ergebnis dann aber doch extrem deutlich von den Entwürfen.

Nach rund eineinhalb Stunden verließ ich Piper mit dem Kopf voller Anregungen und interessanter Eindrücke. Danke, Piper-Verlag, für diesen aufschlussreichen und sympathischen Blick hinter die Verlagskulissen! 🙂

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